Vor noch nicht einmal einem halben Jahr litten weltweit etwa 854 Millionen Menschen an Hunger. Inzwischen ist diese Zahl explosionsartig nach oben geschnellt und dabei ist noch lange kein Ende in Sicht! Offensichtlicher als jemals zuvor zeigt sich die verbrecherische Unfähigkeit des Kapitalismus, die gesamte Menschheit auch nur mit dem Notwendigsten zu versorgen geschweige denn sie in Wohlstand leben zu lassen.

spekulant

Allein seit Jahresanfang ist der weltweite Preis für eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, Reis, durchschnittlich um mehr als 80% gestiegen. Diverse Gebiete sind sogar von Steigerungen um die 200% betroffen. Doch nicht nur das Grundlebensmittel Reis ist für Milliarden von Menschen kaum mehr erschwinglich. Getreidesorten, Mais, Öl und in Folge auch Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukten gehören für viele schon zum Luxus.

Während in Europa durchschnittlich 13 % eines Gehaltes für Lebensmittel ausgegeben wird, gehen in Halbkolonien inzwischen knapp 90% des Lohns für die Grundversorgung drauf. In Ägypten stehen vor allem Frauen bis in den Nachmittag hinein Schlange an den staatlichen Bäckereien. Tonnen der staatlich subventionierten Mehlvorräte, die den Ärmsten im Tausch zu Rabattmarken als Brot ausgegeben werden, verschwinden und werden zum hundertfachen Preis am Schwarzmarkt weiterverkauft. Doch auch in anderen Teilen der Welt ist das Überleben nicht mehr leistbar. So hat sich in Bangladesh der Reispreis allein in einer Woche verdoppelt! Inzwischen entsprechen 2 Kilo Reis, dem einzigen festen Nahrungsmittel der verarmten Arbeiter/innen, dem halben Einkommen einer armen Familie. Das notwendige Maß allerdings, um nicht an Hunger zu leiden, beläuft sich für eine durchschnittliche Familie auf mindestens drei Kilo Reis täglich. Doch Bangladesh ist verhältnismäßig günstig! Zur gleichen Zeit ist in Kambodscha der Preis für ein Kilo Reis auf einen Dollar geklettert, während das durchschnittliche Tageseinkommen bei einem halben Dollar liegt.

Binnen weniger Monate sind inzwischen in mehr als 30 Ländern weltweit Hungeraufstände an der Tagesordnung. Die Antwort auf die Hungerkatastrophe zeigen Kleinbauern, aber vor allem Arbeiter/innen und Jugendlichen in Massenprotesten und Generalstreiks bis hin zum Sturz von Regierungen!

>weiterlesen<

aus Quelle > Globale Revolten gegen Hunger